SWI beteiligen sich am Pilotprojekt IN2H2

Die Erderwärmung zu bremsen, ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Nie war es wichtiger als heute, klimaschädliche Emissionen zu reduzieren. Nicht umsonst hat sich Deutschland gemeinsam mit weiteren EU-Staaten zum Ziel der Klimaneutralität bis 2050 bekannt.

Auch die Stadtwerke als regionaler Energieversorger sind entsprechend gefordert. So sparen die SWI mit ihrem Engagement in den etablierten Bereichen der erneuerbaren Energiegen – Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft, Biomasse – bereits knapp 200.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Genauso wichtig ist es aber, auf neuen Feldern aktiv zu werden, um eine saubere, sichere und bezahlbare Energieversorgung für die Region zu garantieren. Ein potenzielles neues Feld kann künftig das Thema Wasserstoff sein, das für die Energiewende zu einer weiteren wichtigen Säule werden könnte.

Was kann Wasserstoff?

Eine erfolgreiche Energiewende bedeutet die Kombination von Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit  mit innovativem Klimaschutz. Wasserstoff kann dabei eine zentrale Rolle übernehmen.

  • Wasserstoff kann auf verschiedene Arten hergestellt werden. Im Sinne des Klimaschutzes ist besonders die Wasserelektrolyse interessant. Dabei wird Wasser unter Einsatz von Strom – sinnvollerweise natürlich aus erneuerbaren Energien – in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt.
  • Der so entstandene grüne Wasserstoff ist ein vielfältig einsetzbarer Energieträger. Er kann beispielsweise in Brennstoffzellen die wasserstoffbasierte Mobilität fördern und zukünftig als Kraft- und Brennstoffe genutzt werden. Hinzu kommt die Umweltfreundlichkeit des Energieträgers. Wird Wasserstoff für die Stromerzeugung wieder verbrannt, entsteht als Abfallprodukt lediglich Wasser.
  • Wasserstoff ist durch die oben beschriebene Elektrolyse auch ein Energiespeicher, der flexibel erneuerbare Energien speichert. Der Wasserstoff wird in geeigneten Tanks gespeichert bis er gebraucht wird, um damit Strom zu erzeugen, eine Wärmequelle zu befeuern oder Autos anzutreiben.
  • Es gibt verschiedene Konzepte, wie das Gas gespeichert und transportiert werden kann. Zu geringen Mengen kann er auch ins Erdgasnetz eingespeist werden.

Zukunftsmärkte für Wasserstoff

Um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, muss Wasserstoff als alternativer Energieträger etabliert werden. Dabei ist nur grüner Wasserstoff nachhaltig, der auf Basis erneuerbarer Energien hergestellt wird. Für eine langfristig wirtschaftliche Nutzung von Wasserstoff müssen daher Erzeugungskapazitäten für Strom aus erneuerbaren Energien konsequent weiter erhöht werden.

  • Verkehr: Mobilitätsanwendungen bergen großes Potenzial für die Anwendung von Wasserstoff. Die Einführung von Brennstoffzellenfahrzeugen kann z.B. im Öffentlichen Personennahverkehr (Busse, Züge), im Schwerlastverkehr (LKW) und bei Nutzfahrzeugen (Kehrmaschinen) die batterieelektrische Mobilität ergänzen und CO2-Emissionen erheblich senken.
  • Wärmemarkt: Bei der Wärmeherstellung im Gebäudesektor wird ein Bedarf an gasförmigen Energieträgern bestehen bleiben. Wasserstoff kann langfristig auf unterschiedliche Weise einen Beitrag zur Dekarbonisierung von Teilen des Wärmemarkts leisten. Dekarbonisierung bezeichnet dabei die Abkehr von Kohlenstoff und das Schaffen einer kohlenstofffreien Wirtschaft.

Die Debatte um den Wasserstoff als Technologie für die Umsetzung der Energiewende und nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz hat neue Dynamik erhalten. Denn der Zeitpunkt unseren CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren, ist jetzt. Deswegen sind auch die SWI beim Thema Wasserstoff mit am Start und beteiligen sich am Pilotprojekt IN2H2 .

Wasserstoffregion Ingolstadt

Bereits im Juli 2020 wurde Ingolstadt im Rahmen des Wettbewerbs „HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“ mit dem Konzeptvorschlag „IN2H2 – Wasserstoffkonzept“ als Gewinner ausgezeichnet und erhielt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eine Förderung in Höhe von 300.000 Euro. Der Fokus des Projekts besteht darin, die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der Einführung von Wasserstoffmobilität in den kommunalen Fahrzeugflotten in Verbindung mit lokaler Wasserstoffproduktion zu untersuchen. Zu diesem Zweck wurde bereits ein Antrag auf die Bewilligung von zwei Müllsammlern und einer Kehrmaschine gestellt. Ein weiterer Fokus des Projekts liegt vor allem auf der Erprobung von Wasserstoffinfrastruktur, -verteilung und -transport, wobei auch die SWI eine wichtige Rolle übernehmen.

Zentrales Ziel des Ingolstädter Wasserstoffkonzepts ist es, den gewonnenen Wasserstoff für das Betanken von städtischen Bussen, Nutzfahrzeugen und Lastwagen größerer Unternehmen in Ingolstadt und der Region zu verwenden. Die Projektbeteiligten, zu denen unter anderem die  SWI, die Stadt Ingolstadt, die städtische Wirtschaftsförderung IFG, die Ingolstädter Verkehrsgesellschaft (INVG), die INKB, die Gunvor-Raffinerie und die Firma Wenger Engineering gehören, haben zudem die Vision, in Ingolstadt einen regionalen Wertschöpfungskreislauf aufzubauen.

Weitere Informationen und Updates zum Projekt finden Sie auf der Homepage: www.wasserstoffregion-ingolstadt.de


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