Privatkunden Erstellt von Julia Hecker

5 weniger bekannte Tipps rund ums Heizen

Stoßlüften statt dauerkippen, wärmer anziehen statt mehr heizen und die Heizkörper nicht mit Möbel zustellen – das sind Energiespar-Tipps, die jeder zumindest schon mal gehört hat. Ob sie auch beachtet werden, ist dagegen eine andere Frage. Jetzt, wo der Herbst langsam Fahrt aufnimmt und wir es drinnen wieder kuschelig mögen, haben wir fünf weniger bekannte Tipps und Tricks rund ums Heizen zusammengestellt, die Sie unbedingt kennen und auch umsetzen sollten, um Energie, Geld und CO2 zu sparen.

Heizung richtig einstellen

Je weiter man die Heizung aufdreht, umso wärmer wird es – so weit so gut. Die Wenigsten wissen jedoch, dass jede Zahl auf dem Thermostat in der Regel für eine ganz konkrete Raumtemperatur steht:

  • * : ca. 5° C, Frostschutz
  • Stufe 1: ca. 12° C
  • Stufe 2: ca. 16° C
  • Stufe 3: ca. 20° C
  • Stufe 4: ca. 24° C
  • Stufe 5: ca. 28° C

Außerdem steht jeder Strich zwischen den Stufen eins bis fünf je für ein Grad mehr oder weniger. Dabei ist zu beachten: Es handelt sich immer um Circa-Angaben. Verdecken nämlich beispielsweise Vorhänge oder Möbel den Heizkörper, so bleibt der Raum etwas kälter. Ebenso kann dies bei Fensterbänken der Fall sein. Denn staut sich die Wärme zwischen Fensterbank und Heizung, wird dem Temperaturfühler zu früh signalisiert, dass die gewünschte Temperatur erreicht ist.

Als Richtwerte für eine optimale Raumtemperatur ohne Energieverschwendung gilt: Für ideale 20 bis 22 Grad in Wohnräumen – nicht aber in der Küche – genügt Stufe 3 bis 4. In der Küche hingegen reicht Stufe 2 bis 3, denn Kühlschrank und Backofen geben zusätzlich Wärme ab. In Schlafräumen wird Stufe  2 empfohlen, häufig gekennzeichnet mit einem Halbmond. Am wärmsten darf es mit maximal 23 Grad im Badezimmer sein. Und in meist ungenutzten Räumen sollte die Heizung dennoch auf Stufe 1 aufgedreht werden – zu kalt sollte es nämlich nicht werden, ansonsten drohen Feuchtigkeit und Schimmel.

Übrigens: Dass es schneller warm wird, je höher man die Heizung aufdreht – ist ganz klar ein Mythos. Denn eine Heizung kennt nur zwei Zustände, an oder aus und je nachdem fließt heißes Wasser durch oder nicht. Über das Thermostat kann ausschließlich die Raumtemperatur bestimmt werden, die am Ende herrschen soll, nicht aber die Temperatur des Wassers, das durch die Heizung fließt – die ist immer gleich. Je nachdem, welche Temperatur am Ende erreicht werden soll, fließt folglich länger oder kürzer heißes Wasser durch den Heizkörper und das ändert die gefühlte Temperatur an der Heizung. Die Zeit, die es dauert, bis eine bestimmte Raumtemperatur erreicht ist, bleibt dabei aber immer gleich, ganz egal auf welcher Stufe das Thermostat steht.

Programmierbare Thermostate einbauen

Programmierbare Thermostate haben den Vorteil, dass sich die Wärmezufuhr individuell den Bedürfnissen je nach Wochentag und Tageszeit anpassen lässt. Das funktioniert über die eingebaute Elektronik, die auf die Minute genau bestimmen kann, wann die Temperatur steigt oder sinkt. So kann beispielsweise nachts automatisch heruntergeregelt und während der Morgenstunden wieder geheizt werden. Bereits beim Aufstehen ist die Wohnung so angenehm warm. Tagsüber, wenn niemand zu Hause ist, kann die Temperatur dann wieder automatisch gesenkt und pünktlich zum Feierabend wieder erhöht werden – und das, ohne Energie zu verschwenden.

Wand hinter der Heizung dämmen

Dass Fenster und Türen gut abgedichtet und im besten Fall das gesamte Gebäude gut gedämmt sein sollten, ist bekannt. Dass die Wand direkt hinter dem Heizkörper aber meist dünner ist und einer Extra-Dämmung bedarf, wissen nur die Wenigsten. Dabei senkt eine Isolierung direkt hinter dem Heizkörper den Wärmeverlust über die Außenwand deutlich. Eine optionale Aluminiumbeschichtung, die die Wärmestrahlung reflektiert, macht das Ganze dabei noch einmal effizienter. Entsprechende Dämmmatten in verschiedenen Stärken und Ausführungen gibt es zum Beispiel günstig im Baumarkt – lassen Sie sich am besten vor Ort beraten.

Rollläden und Vorhänge zu

Rollläden und Vorhänge sind nicht nur Sichtschutz, sondern können auch helfen, Energie zu sparen. Denn Fenster haben nicht dieselbe Isolationswirkung wie beispielsweise Wände. Um so wenig Energie wie möglich nach draußen entweichen zu lassen, ist es sinnvoll, die Rollläden und/oder die Gardinen nach Einbruch der Dunkelheit zu schließen. So kann der Wärmeverlust an Fenstern um bis zu 20 Prozent reduziert werden. Dabei ist aber unbedingt darauf zu achten, dass die Vorhänge den Heizkörper nicht abdecken.

Heizung entlüften, Hydraulischer Abgleich und Wartung – lohnt sich das?

Vorweg: Regelmäßig gewartete Heizungen leben nicht nur länger, sondern helfen auch, nachhaltig Energie und auch Geld zu sparen.

Dabei gilt zuallererst: Sobald Heizköper gluckern oder sich nicht mehr (vollständig) erwärmen, sollten sie entlüftet werden. Denn befindet sich Luft im Heizkörper, nimmt diese den Platz des heißen Wassers ein und die Heizköper bleiben kalt. In der Regel lässt sich das ohne großen Aufwand und besonderes Werkzeug von Jedermann umsetzen – vorausgesetzt an der Heizung befindet sich ein Entlüftungsventil mit einem Vierkantstift.

Weiter ist beim Thema Wartung zwischen einer einfachen Inspektion und einem kompletten Check-up zu unterscheiden. Eine Inspektion sollte nach jeder Heizperiode gemacht werden, ein Komplett-Check inklusive hydraulischem Abgleich hingegen reicht alle paar Jahre – beides ist von einem Fachmann durchzuführen. So werden bei der einfachen Inspektion beispielsweise nur der Wasserstand der Heizung überprüft und eventuell. korrigiert, die Vorlauftemperatur angepasst und Verschleißteile und Dichtungen erneuert. Beim Komplett-Check-up mit hydraulischem Abgleich dagegen werden neben dem Heizkessel auch die Rohrleitungen und die Heizköper inklusive aller Ventile inspiziert – eine regelmäßige Wartung spart aber nicht nur Heizkosten, denn Experten finden kleine Fehler frühzeitig und können reagieren, bevor mehr kaputt wird.

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