Welche Speicherkapazität sollte mein Stromspeicher haben?
Die ideale Kapazität des Speichers bemisst sich am Strombedarf eines Haushaltes. Grundsätzlich gilt: Die Speicherkapazität sollte weder zu klein noch zu groß sein. Idealerweise entspricht die Speicherkapazität dem Verbrauch vom Abend bis zum nächsten Morgen – der Zeit also, in der keine Sonne scheint. Und so gilt allgemein, dass für einen Vierpersonenhaushalt durchschnittlich 4 bis 6 kWh ausreichend sind.
Was steckt hinter der angegebenen Entladetiefe eines Stromspeichers? Und stimmt es, dass ein Stromspeicher nie vollständig entladen werden darf?
Die Entladetiefe gibt an, wie viel der gespeicherten Energie aus dem Speicher maximal entnommen werden darf. Ein Großteil der Energiespeicher braucht eine Restladung, um Schäden zu verhindern. Wird die vom Hersteller angegebene Entladetiefe unterschritten, kann sich die Lebensdauer des Speichers deutlich verkürzen. Marktüblich sind Entladetiefen von 50 Prozent bei Blei-Akkus und bis zu 100 Prozent bei Lithium-Ionen-Akkus. Daher setzen Sie am besten auf die Lithium-Technologie – diese bietet nicht nur die größtmögliche Entladetiefe, sondern auch die höchste Lebensdauer.
Wie unterscheiden sich Unabhängigkeitsgrad und Eigenverbrauchsquote?
Hinter dem Unabhängigkeitsgrad verbirgt sich der Anteil des gesamten Strombedarfs, der mit eigenproduziertem Strom abgedeckt wird. Beträgt Ihr jährlicher Stromverbrauch also beispielsweise 3.800 kWh und davon werden 2.350 kWh durch Strom vom eigenen Dach gedeckt, so liegt Ihre Unabhängigkeitsgrad bei 62 Prozent. Folglich stammen nur noch 38 Prozent Ihres verbrauchten Stroms aus dem öffentlichen Netz, wodurch Sie zu knapp zwei Dritteln unabhängig vom Strompreis sind.
Die Eigenverbrauchsquote ist der Anteil des eigenproduzierten und direkt selbst im Haus verbrauchten Stroms an der gesamten Erzeugungsmenge. Erzeugen Sie mit Ihrer Photovoltaikanlage also beispielsweise 3.200 kWh und verbrauchen Sie davon 2.350 kWh selbst, so liegt Ihre Eigenverbrauchsquote bei 73 Prozent. Die restlichen 27 Prozent würden folglich ins Netz eingespeist werden, weil der Strom im Moment der Erzeugung weder verbraucht noch gespeichert werden kann. Und wollen Sie die Eigenverbrauchsquote auf bis zu 100 Prozent steigern, würde sich beispielsweise ein E-Fahrzeug als eine weitere Art Stromspeicher anbieten.