FAQ - Häufig gestellte Fragen

Sie haben Fragen zum Thema Smart Meter? Was bedeutet mME, welche Vorteile bringen die neuen Technologien für den Kunden? Wir haben die häufigsten Fragen zusammengefasst.

Smart Meter

Verursacht der Einbau einer modernen Messeinrichtung (mME) Mehrkosten für Privatkunden?

Nein! Der neue Zähler wird für Kunden der Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH nicht teurer, die jährlichen Mehrkosten übernehmen die SWI. Auch für die Umbauarbeiten fallen im Rahmen des turnusmäßigen Zählerwechsels keine Kosten an.

Ändert sich etwas am Vertrag oder der Rechnungsstellung?

Nein! Der Messstellenbetrieb ist und bleibt für Kunden der Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH Teil des bestehenden Energieliefervertrages. Auch an der Rechnungsstellung ändert sich nichts: SWI-Kunden erhalten weiterhin nur eine Rechnung pro Jahr, die weiterhin auch den Messstellenbetrieb abdeckt.

Anders ist dies für Kunden, die in Ingolstadt von anderen Energieversorgern beliefert werden. Das Gesetz sieht vor, dass der grundzuständige Messstellenbetreiber – in Ingolstadt ist dies die Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH – den Messstellenbetrieb separat in einer eigenen Rechnung abrechnet. Diese Kunden erhalten künftig eine jährliche Rechnung vom grundzuständigen Messstellenbetreiber in Höhe von 20 Euro brutto.

Beim wem wird die neue Technologie installiert?

Bis 2032 müssen alle herkömmlichen Zähler durch mMEs ersetzt werden. Die Stadtwerke Ingolstadt beginnen ab Herbst 2017 mit dem Einbau. Um den Aufwand möglichst gering zu halten, werden zunächst alle Neubauten sowie Kunden mit mMEs ausgestattet, für deren Zähler ohnehin der obligatorische Turnuswechsel alle acht Jahre ansteht.

Der Einbau von iMSys startet, sobald die Smart Meter Gateways zu Verfügung stehen, was aktuell noch nicht der Fall ist. Zunächst werden Kunden mit einem Jahresverbrauch größer als 10.000 Kilowattstunden (kWh) mit einem iMSys ausgerüstet, ab 2020 Kunden ab 6.000 kWh Jahresverbrauch.

Können Kunden den Einbau verweigern?

Nein. Der Gesetzgeber hat die Umrüstung im neuen Messstellenbetriebsgesetz geregelt, das seit September 2016 in Kraft ist. Der Einbau ist damit verpflichtend.

Was ist eine mME?

Eine moderne Messeinrichtung ist ein digitaler Stromzähler, der den Stromverbrauch elektronisch erfasst und auf einem Display darstellt. Sie löst die herkömmlichen elektromechanischen Stromzähler („Ferraris-Zähler“) ab, die nur den aktuellen Zählerstand anzeigen. Eine mME kann dagegen auch tages-, wochen-, monats- und jahresbezogene Stromverbrauchswerte für die letzten 24 Monate anzeigen. Durch Anbindung an ein Smart Meter Gateway kann die mME zu einem intelligenten Messsystem (iMSys) erweitert werden.

Was ist ein intelligentes Messsystem (iMSys)?

Das iMSys besteht aus einer mME und einem Smart Meter Gateway für die Datenkommunikation. Während die mME die Verbrauchsdaten nur anzeigt, kann das iMSys die Daten auch fernübertragen. So werden etwa alle 15 Minuten Zählerstände und Lastgänge erhoben und automatisch übertragen.

Was wird mit der technischen Aufrüstung bezweckt?

Die Stromerzeugung wird mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien dezentraler und volatiler. Dadurch steigen die Anforderungen an den Netzbetrieb sowie die Koordinierung von Stromangebot und -nachfrage. Mit der Einführung der intelligenten Messsysteme verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, eine technische Infrastruktur für die Energiewende zu schaffen. Mit Hilfe der neuen Geräte können beispielsweise variable Stromtarife eingeführt werden, die niedrige Preise bei geringer Stromnachfrage während der Nacht und höhere Preise in Zeiten von hoher Stromnachfrage berücksichtigen. Außerdem können dezentrale Stromerzeuger wie Photovoltaik- oder Windenergieanlagen gesteuert werden, um das Stromnetz stabil zu halten. Hierfür ist aber zusätzlich noch eine Steuerbox erforderlich, die die Geräte zu- oder abschalten kann.

Welche Vorteile bringen die neuen Technologien für den Kunden?

Die neuen Technologien bilden die technische Basis für künftige Anwendungen, die dazu beitragen sollen Strom und Kosten zu sparen. Sie ermöglichen etwa:

  • mehr Verbrauchstransparenz
  • variable Energietarife abhängig von Tageszeit und Stromangebot und -nachfrage
  • Vermeidung von Vor-Ort-Ablesekosten
  • Bereitstellung von Informationen zur Stabilisierung des Stromnetzes
  • Steuerung dezentraler Erzeuger und flexibler Lasten

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