Ob Profi-Eishockey oder Publikumslauf: Im Winter ist in der Saturn Arena eine Menge los. Die Stadtwerke Freizeitanlagen betreiben die moderne Multifunktionshalle – mit viel Gefühl für das Eis.

Lachend drehen drei Freundinnen gemeinsam in der Saturn Arena ihre Runden, ein paar Jungs flitzen blitzschnell zwischen ihnen hindurch. Am Rand der Eisfläche gleitet eine Familie dahin, deren jüngstes Mitglied, geklammert an einen der „Lauflern-Pinguine“, gerade seine ersten Schritte auf Schlittschuhen macht. Was sie nicht wissen: Hinter dem rutschigen Vergnügen steckt echte Maßarbeit. Ein eingespieltes Team der Stadtwerke Freizeitanlagen, die die Halle betreiben, sorgt dafür, dass in der Saturn Arena und in der Zweiten Eishalle immer das richtige Klima herrscht. Erreicht wird das durch ein Zusammenspiel von kalter Luft und riesigen „Fußbodenkühlungen“, die in langen Schlangenlinien unter den Eis­flächen verlaufen.

Während sich große und kleine Sportfreunde beim Publikumslauf vergnügen, befindet sich Leonhard Lazarus, Betriebsleiter der Saturn Arena, auf seinem Kontrollgang. Unter dem Dach erheben sich meterlang und meterhoch mächtige weiße Metallkästen. „Das sind die Lüftungsanlagen, mit ihnen regulieren wir die Hallentemperatur“, erklärt er und stellt fest: „Alles in Ordnung.“ Weiter geht es in den Keller, vorbei an den Kabinen und Trainingsräumen der ERC-Profis. Lazarus öffnet eine schwere Tür. Schlagartig wird es laut – und frostig. Was da so dröhnt und stampft, ist eine enorme Kälteanlage. An einigen Stellen ist sie sogar mit einer glitzernden Eisschicht überzogen. Auch hier läuft alles, wie es soll – dank der Stadtwerke Ingolstadt, die die Saturn Arena mit Strom versorgen und damit den Betrieb der modernen Multifunktionshalle möglich machen. Als Sponsor unterstützen die SWI übrigens auch die Hobby- und Profi-Eissportler des ERC Ingolstadt ganz direkt.

Heiß trifft Eis

„Aber bei uns wird nicht nur gekühlt“, erzählt Lazarus. „Büros, Kabinen, Eingangsbereiche und viele andere Räume müssen beheizt werden.“ Dabei kommt die umweltfreundliche Fernwärme der Stadtwerke zum Einsatz. „Auf diese Weise sparen wir viel CO2 ein“, freut sich der Betriebsleiter.

Besonders gefragt sind wärmere Temperaturen natürlich bei Messen und Konzerten. „Wir müssen die Saturn Arena dann innerhalb kurzer Zeit von einem Eisstadion in einen wohltemperierten Veranstaltungsraum verwandeln“, erklärt Lazarus. Rund ein Dutzend Helfer stemmt den Umbau in einem sechs- bis siebenstündigen Kraftakt. Die Eisfläche wird dabei mit einem gut isolierenden Kunststoffboden abgedeckt – schließlich muss sie die ganze Saison über halten. Denn der Aufwand, sie aufzutragen, ist riesig: Bereits zwei Wochen vor dem ersten Training der ERC-Profis Anfang August bereiten Lazarus und sein Team die erste, einen Zentimeter dicke Eisschicht vor. Mit einer Spezialfolie werden Linien und Werbung darauf ausgelegt und in einer weiteren, drei Zentimeter dicken Eisschicht fest eingeschlossen. So ist die Spielfeldmarkierung gut geschützt, wenn der Eishobel auf der rund 1.800 Quadratmeter großen Fläche seine Runden zieht. Vorne trägt er dabei nur jeweils eine dünne Schicht ab und füllt hinten mit Wasser auf. „Das muss warm sein, damit es die Oberfläche leicht antaut und sich schneller mit dem bestehenden Eis verbindet“, verrät Lazarus.

Fingerspitzengefühl ist gefragt

Für das richtige Eis braucht sein Team viel Fingerspitzengefühl. Ist es zu warm und zu weich, kommt man fast nicht von der Stelle, ist es zu kalt und zu hart, finden die Kufen keinen Halt. „In der Regel halten wir die Eistemperatur bei etwa minus sieben Grad“, erklärt Lazarus. „Aber natürlich richten wir uns beim Härtegrad des Eises vor allem nach den Wünschen der ERC-Profis, sie sind schließlich am häufigsten darauf unterwegs. Bei den Spielen müssen wir die Arena übrigens stärker herunterkühlen – über 3.000 Fans erwärmen die Luft doch deutlich.“ Aber kein Problem: Von ihrer Zen­t­rale neben der Eisfläche haben Lazarus und seine Kollegen stets das Hallenklima im Blick. Stimmt an einem der vielen Messpunkte die Temperatur nicht oder machen Lüftung oder Kälteanlage Probleme, wird Alarm geschlagen. „Es ist wichtig, dass wir sofort reagieren, sonst ist das Eis in Gefahr“, weiß Lazarus. „Und das ist schließlich das Herz der Saturn Arena.“

Darum ist auch immer jemand vom Team vor Ort, wenn auf den Eisflächen etwas los ist – so wie jetzt, während des Publikumslaufs. Schon ist die Oberfläche weiß vom Eisabrieb der vielen Kufen. So heißt es nun: Fäche räumen und dem Eishobel das Feld überlassen. Später kann es dann quietschvergnügt auf dem frisch gemachten spiegelglatten Eis weitergehen.  

Sparen mit der Wertkarte

Mit der Geldwertkarte der SWI Freizeitanlagen können Eisprinzessinnen und Kufencracks zwischen zehn und 20 Prozent des Eintrittspreises sparen. Die Karten sind zum Preis von 30 Euro, 50 Euro oder 100 Euro erhältlich. Beim Kauf wird eine Tarifklasse (Erwachsener, Jugendlicher) voreingestellt, so dass der Besitzer ohne Anstellen durch das Drehkreuz gehen kann. Übrigens: Die Wertkarte der SWI Freizeitanlagen gilt selbstverständlich auch im Hallenbad Südwest, im neuen Sportbad an der Jahnstraße und im Sommer im Freibad.

Zahlen – Daten – Fakten

  • Jeweils 1.800 m² groß sind die Eisflächen der Saturn Arena und der Zweiten Eishalle.
  • Bei einer Eisdicke von 4 cm fasst jede der Flächen 35 m³ Eis.
  • 500 l warmes Wasser benötigt der Eishobel beim Erneuern der Oberfläche.
  • 1.064 kW beträgt die Leistung der Kälteanlage. Das entspricht über 10.000 Gefrierschränken.
  • 150.000 m³ Luft wälzt die Lüftungsanlage pro Stunde um. Das entspricht 400 Klimageräten.
  • 2.300 Meter Schlauch sind unter jeder der Eisflächen für die „Fußbodenkühlung“ verlegt.

Öffentlicher ­Eislauf

Saturn Arena

Mittwoch14.45-16.45 Uhr
Samstag14.00-16.00 Uhr
Sonntag12.00-14.00 Uhr

Zweite Eishalle

Montag20.30-23.00 Uhr Eisstockabend
Dienstag14.45-16.45 Uhr
Donnerstag19.30-21.30 Uhr
Freitag14.15-16.15 Uhr
Samstag16.30-18.30 Uhr, 19.30-22.00 Uhr Eisdisco
Sonntag14.30-16.30 Uhr

Zusätzliche Zeiten und Änderungen sind zu finden unter www.saturn-arena.de/eislaufen_und_eisstock


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