Egal, ob Balkon, Terrasse oder Garten: Wenn man es sich hier ein wenig schön macht, kann man wunderbar entspannen – ohne dass man dazu das eigene Heim verlassen muss. Auch auf engstem Raum kann man ein kleines Paradies erschaffen, in dem duftende Blumen, würzige Kräuter, gesundes Gemüse und leckeres Obst wachsen. In Zeiten, in denen Nachhaltigkeit, Klima- und Artenschutz in aller Munde sind, liegt Gärtnern voll im Trend – auch in der Stadt.
Gärtnern in der Stadt: Urban Gardening
Früher galten Städte als graue Betonwüsten. Heute weiß man: Lebensqualität ist grün. Seit einigen Jahren ist zu beobachten, dass in den Städten auch kleinste Flächen begrünt oder sogar zu Gemüsegärten umgewandelt werden. „Urban Gardening“ ist in!
Die Gartenfreunde möchten sich bewusst ernähren, biologisch, fair und ohne Gentechnik, und zumindest einen Teil ihres Bedarfs an Obst und Gemüse selbst anbauen. Ganz nebenbei kann man sich einen grünen, blühenden Rückzugsort schaffen. Teilt man sich die Verantwortung für einen Garten, erlebt man außerdem Gemeinschaft und vernetzt sich mit Freunden und Nachbarn.
Doch auch der Nachhaltigkeitsaspekt steht dabei im Vordergrund: Der Eigenanbau ist CO2-neutral, denn lange Transportwege und Verpackung fallen weg. Auch Lebensmittelmüll wird reduziert, denn es wird nur so viel geerntet, wie auch benötigt wird – zum Beispiel bei Kräutern, Pflücksalat oder Tomaten. Der Überschuss wandert in den Kompost und wird wieder zu Erde.
Abgesehen davon, dass es einfach Spaß macht, zu sehen, wie das eigene Gemüse wächst, verbessert Gärtnern natürlich auch das städtische Mikroklima und bietet Insekten Lebensraum und Nahrung.
Nachhaltig vor Ort
In Ingolstadt haben sich engagierte Bürger in der Gruppe „Transition Town“ zusammengeschlossen. Sie fördert nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, unter anderem mit Reparaturtreffs und dem Laden „Wechselwelten“. Im Süden der Stadt bewirtschaftet sie außerdem einen Gemeinschaftsgarten.



