Wer jetzt über den Heizungstausch nachdenkt, sollte wegen der aktuellen Diskussion um russisches Gas keiner Panikreaktion verfallen. Experten raten, in Ruhe zu überlegen und klug abzuwägen

Oft fällt das sogar Stichwort Zeitenwende. Viel verändert in Europa hat der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine in jedem Fall. Nicht zuletzt auch das Verhältnis der Menschen zum Energieträger Gas, obwohl es jahrzehntelang zuverlässig ihre Wohnungen und Häuser beheizt hat. Doch jetzt ist der Wunsch groß, davon wegzukommen – weil es ökologisch Sinn macht und natürlich gerade auch, weil es zu einem erheblichen Anteil aus Russland stammt und Putins Kriegskasse füllt.

Wärmepumpe eignet sich nicht für alle Gebäude

Als Alternative kommt dann schnell die Wärmepumpe ins Spiel. Im Neubau ist sie das definitiv, im Bestand ist die Frage schon komplexer. Zunächst gilt es zu klären, ob ein Gebäude überhaupt für eine Wärmepumpe geeignet ist. Die Gebäudehülle muss gut gedämmt sein und mit niedrigen Vorlautemperaturen zurechtkommen.

Kein Handlungsbedarf, wenn Heizung noch neu

Experten raten aber in jedem Fall, sich einen Heizungstausch in einem bestehenden Gebäude in Ruhe zu überlegen und nicht in Panik zu geraten.  Ist die Gasheizung erst vier oder fünf Jahre alt, besteht definitiv kein Handlungsbedarf. Das Gerät arbeitet dann mit der besonders effizienten Brennwert-Technik und überzeugt mit geringem Energieverbrauch. Sinnvoll wäre es dann zunächst diesen weiter zu senken.

Verbrauch durch andere Maßnahmen senken

Etwa durch die Optimierung der Heizungsregelung durch einen Fachbetrieb, den Einsatz eines Sparduschkopfes oder die Fassaden- und/oder Dachdämmung. Eine gute Option ist auch die Ergänzung der bestehenden Gasheizung durch eine thermische Solaranlage, um den Gasverbrauch zu senken, oder eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung.   

Konkrete Planung statt Schnellschüssen

Für wen jetzt dennoch eine neue Heizung fällig wird, etwa weil der Gas- oder Ölkessel schon deutlich älter ist, sollte trotzdem nichts überstürzen. Man sollte sich dringend mit dem Thema Fördermittel beschäftigen – für einen Umstieg von Öl auf erneuerbare Energien erhält man beispielsweise 45 Prozent der Investitionskosten. Auch macht es Sinn, im Laufe des Jahres eine konkrete Planung und Kalkulation beim Heizungsbauer einzuholen.

Materialmangel und kaum verfügbare Handwerker

Denn gerade Materialmangel und die Verfügbarkeit von Handwerkern sind aktuell die größten Probleme, für alle die dringend – etwa weil die Bestandsanlage älter als 20 Jahre ist – eine neue Heizung benötigen. Wärmepumpen etwa haben Lieferzeiten von einem halben Jahr und mehr, teils sind Lieferketten unterbrochen und Einzelteile fehlen, was zu Kurzarbeit bei den Herstellern führt. Die Handwerksbetriebe können sich dagegen vor Aufträgen kaum retten und müssen ihre Kunden vertrösten. Auch weil die Installation einer Wärmepumpe deutlich mehr Arbeitszeit benötigt als der Einbau einer konventionellen Heizung.


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